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Die großen Künstler unserer Schule
Wer hätte es
gedacht? In unserer lieblichen Schule verbergen sich große
Talente, die nur darauf warten entdeckt zu werden. Daher widmet sich
dieser Artikel den Künstlern in Sachen Malerei, auf den nächsten Seiten
seht ihr einige Werke unserer Künstler. Ihr seht jeweils den Titel,
Autor und einen kurzen Kommentar dazu. Und wer denkt : „Was die können,
kann ich schon lange!“, ist herzlich dazu aufgerufen seine Werke
einzusenden, so dass sie in der nächsten Ausgabe auftauchen werden.
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Titel: Danke, Herr Doktor, sehr
viel besser so
Maler: Anton
Krüger, 12.Klasse
Material:
Acryl auf Karton, 65 x 45 cm
Kommentar:
„ ...Ich hab mich nach viel Überlegung für dieses Bild
entschieden: "Danke, Herr Doktor, viel besser so". Es zeigt einen
Menschen in einer recht unangenehmen Situation; psychische Deformation
soll durch physisches Leiden ausgedrückt werden. Der fließende Übergang
von Mensch und Maschine zeigt die symbiotische Beziehung eben dieser.
Bei Betätigung des Hebels am Kiefer werden die Lippen geöffnet und ein
Diskettenlaufwerk wird frei (man füttere ihn mit Disketten
;-)(Ironie!)); der Mensch verliert mit zunehmendem Fortschritt seine
Identität und durch den Druck von oben seine Mündigkeit. hier soll
implizit auch die Gesellschaft kritisiert werden, es beinhaltet das
Bild von der (seit Menschen Gedenken) von Hierarchie geprägten
Gesellschaft. Es zeigt das Ja-Sagen zum Nein der Welt (was, so hoffe
ich, deutlich wird, wenn man den Inhalt des Bildes mit seinem Titel in
Beziehung setzt). man merke hier auch, was vom Menschen übrig geblieben
ist; der Großteil wurde durch Maschinen ersetzt, geblieben ist (noch!)
ein teil des Gesichts... schließlich sind wir alle Teil eines Systems,
in dem wir nichts anderes sind als Nullen und Einsen.“ - Anton Krüger
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Hier kommt ein weiteres Bild unseres Künstlers Anton. Es ist nicht nur
stilistisch identisch sondern knüpft auch thematisch an das vorherige
Bild:

Titel:
Seeleneinlauf
Maler: Anton
Krüger, 12.Klasse
Material:
Acryl auf Leinen, 60 x 80 cm
Kommentar:
„Es heißt Seeleneinlauf und es ist eine Art Spiegelung der
Psyche des modernen Menschen. Es zeigt sozusagen das Unterbewusste (S.
Freud würde sagen Vorbewusste) der Psyche. Der Mensch ist (im Bild
rechts) an seinem Mund befestigt, und zwar an einem unförmigen, großen
Apparat; zum teil organisch, zum teil mechanisch, schwarz und finster.
Zwar lassen sich, collagenhaft eingefügt, einzelne Elemente erkennen,
insgesamt soll der Apparat selbst eher unidentifizierbar und
hermetisch, mysteriös wirken -eben depressiv, ganz der Stimmung des 21.
Jahrhunderts entsprechend. Dass dieser Apparat einen weniger angenehmen
Effekt auf den Menschen im Bild hat, steht außer Frage. Die Gasmaske
(links im Bild) stellt einen Gegenpol hierzu dar. Sie steht sozusagen
für den Wunsch nach Isolation vor einem menschenfeindlichen Umfeld;
einem System, das sich so penetrant in der Psyche (Un- und
Vorbewusstsein) festsetzt (Apparat) und die Identität des einzelnen
verdrängt, was auch durch die Komposition des Bildes verdeutlicht
werden soll (der Mensch wird verdrängt; ist gerade mal halb auf dem
Bild zu sehen). Die collagenhafte Darstellung soll die fetzenhafte
Unüberschaubarkeit dieses Jahrhunderts verdeutlichen, eingeschobene
Pixel (Kästen) und Streifen (hab hier an das Geflimmer von Fernsehern
gedacht) sollen auf die Digitalisierung anspielen; die Psyche und
Identität des Menschen wird zusehens digital.“ - Anton Krüger
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Jetzt
wechseln wir vollkommen das Thema und wenden uns einem anderen
Künstler zu, nämlich Minh Thao Ha Phuoc. Dieser werte Herr hat einen
ganz anderen Stil, er arbeitet nicht mit Leinwand und Pinseln, sondern
mit PC und speziellen Stiften. Seine Kunst ist eine sehr traditionelle
alte Kunst, die aber trotzdem modern wirkt, durch das Bearbeiten am PC
– es ist die Kunst der Kalligraphie. Dieser hat sich Minh Thao
vollständig hingegeben und hier dürfen wir einige seiner Exemplare
bewundern:

Titel:
Beautiful
Maler: Minh
Thao Ha Phuoc, 12.Klasse
Material:
Photoshop,
Kommentar: „Beautiful.
Ein Wort, das die Schönheit aller Dinge
beschreibt.“ - Minh Thao Ha Phuoc
Was Minh zu der Kalligraphie selbst sagt ist:
Kalligraphie?
Kalligraphie die Kunst der Schönschrift. Sie kommt nicht aus der Hand,
sondern vom Herzen.
Die Gedanken und der ruhende Geist sind eins
Dann entstehen die Bilder des Herzens
Auf den ersten Blick, scheinen sie wie normale geschwungene Wörter
Doch drücken diese Bilder die Gefühle eines Künstlers aus.
Wenn der Betrachter sie länger betrachtet, erkennt er in der Schrift
die Botschaft und versteht seine Bedeutung.
Wie erreicht man einen ruhigen Geist? Durch häufiges chillen und in der
Meditation!
Minh Thao beherscht die Kunst der asiatischen Kalligraphie und versucht
mit seiner Kunst die Herzen der Menschen anzusprechen.
- Minh Thao Ha Phuoc
Wie wir sehen ist Minh nicht nur malerisch begabt sondern auch
philosophisch (Außerdem kann er von sich in der dritten Person reden).
Hier ein anderes Bild, welches farbenreicher ist. Das Bild „Valentine“
von Minh Thao, ebenfalls als Hauptaspekt Kalligraphie, aber mit anderem
stilistischen Merkmalen.

Titel:
Valentine
Maler: Minh
Thao Ha Phuoc, 12.Klasse
Material:
Fotoshop, Tusche, Kalligraphiepinsel
Kommentar:
„Eine Valentinskarte von Minh“ - Minh Thao
Minh verfasste zu diesem Bild folgenden Text:
Die Gefühle der Liebe kann keiner verbergen. Sogar Mut und Stolz können
diese wunderschönen Gefühle nicht verstecken.
Woher kommen diese Gefühle?
Aus dem Himmel?
Schmetterlinge im Bauch?
Aus Briefen?
Sie kommen aus dem innersten Herzen.
Im Herz entstehen alle Gefühle: Hass, Wut, Trauer; Mitleid usw.
Aber was ist das stärkste Gefühl, welches unsere Trauer weg nimmt und
unsere Leiden heilt?
Die Liebe,
sie nimmt einem die Einsamkeit,
einem anderen bringt sie die Freude,
sie vereint 2 sich liebende Menschen für ein ganzes Leben
Am Valentinstag danken wir jenen Menschen, die uns die Gefühle der
Liebe geben und uns damit glücklich machen.
Auch der einsame Künstler Minh hat dieses Gefühl.
Am Tag der Liebe hat er "Valentine" kalligraphiert, um die Leute auf
dieses wunderbare Gefühl der Liebe aufmerksam zu machen.
Liebe nicht nur deine Mitmenschen, sondern alle Menschen, die du
triffst.
Auch wenn es sehr schwer fällt einige Menschen zu lieben, die wir
hassen.
Wenn wir auch alle Menschen respektieren und lieben, wie wir auch
unsere Freunde lieben, wird das Gefühl der Liebe noch stärker.
Negative Gefühle wie Hass und Wut werden verschwinden und unser Geist
wird sich frei fühlen.
Es hört sich komisch an oder?
Fragt man sich aber wie Kriege und Kämpfe entstehen, sind dafür die
negativen Gefühle als Hauptursachen verantwortlich.
Jetzt kommen wir
schließlich ebenfalls zu einem talentierten Maler, der
unter anderem für seine Beatbox-Künste bekannt ist. JA! Es ist Leif
Borges, der hier seinen Comic-Stil in vollen Zügen zur Geltung kommen
lässt. Gleich auf den ersten Blick sieht man, dass die Bilder sofort
die Lachmuskeln „ansprechen“. Daher ist das nicht die erste öffentliche
Veröffentlichung. Die Bilder erschienen nämlich schon mal im
„Stadtkind“. Außerdem will der werte Herr Leif mit seinen Bildern
später auch sein Brot verdienen. Dafür drücken wir ihm mal die Daumen
und nun zu seinen Bildern: |
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Titel:
Grashüpfer
Maler: Leif
Borges, 12.Klasse
Material:
Stifte, Tinten, Copics
Kommentar:
Im Stadtkind erschienen
Wie wir sehen bedient sich der Herr Leif der Macht der Konnotation
(Nebenbedeutung) und schafft so seine humorvollen Werke.
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Titel: Abgefahren
Maler: Leif
Borges, 12.Klasse
Material:
Stifte, Tinten, Copics
Kommentar:
Spricht für sich, thematisch an Jugendsprache geknüpft
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Titel: Der Mann mit der
extravaganten Frisur
Maler: Leif
Borges, 12.Klasse
Material: oil
on canvas, 60 mal 90 cm
Kommentar:
Wenn man sich dieses Bild anschaut, fällt einem sofort ein
Name ein: Picasso!
Man erkennt sofort einen abstrakten Stil und wer hätte es gedacht, dass
ein Comic Zeichner wie Leif Borges auch Gemälde von höchstem
künstlerischen Niveau malen kann? In diesem Sinne hat Leif sich selbst
übertroffen. Es ist ein von seiner normalen Kunsttechnik weit
entferntes Bild und wirklich phänomenal. |
Leider muss auch dieser
Artikel irgendwann aufhören und ich hoffe ich
konnte euch einen Einblick in die Welt der Künstler verschaffen und
dass diese auch an unserer Schule anzutreffen sind. Hiermit bedanke ich
mich bei den Künstlern für ihre Engagement und dafür dass sie ihre
Kunstwerke hier ausgestellt haben.
Wie gesagt, kann jeder, der willens genug ist seine Werke hier
veröffentlichen. Schließlich sagte Charly Schneider (ein angesehener
Fotograf) einmal:
„Die Kunst entsteht im Kopf - das Modell davon im Atelier“
Ein Artikel von Mohamed Chair |
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